FEDERATION CYNOLOGIQUE INTERNATIONALE (AISBL)

SECRETARIAT GENERAL: 13, Place Albert 1er B – 6530 Thuin (Belgique)

 

 

23. 03. 2011 / DE

 

FCI - Standard Nr. 228

AFGHANISCHER WINDHUND

(Afghan Hound)

 

ÜBERSETZUNG: Uwe H.Fischer, erganzt und űberarbeitet

Christina Bailey / Offizielle Originalsprache (EN).

FCI-St. Nr. 228 – 23. 03. 2011

 

URSPRUNG : Afghanistan.

 

PATRONAT : Groβbritannien.

 

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN

 

OFFIZIELLEN STANDARDS : 13.10.2010.

 

VERWENDUNG : Windhund.

 

KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 10 Windhunde.

Sektion 1 Langhaarige oder befederte

Windhunde.

Ohne Arbeitsprufung.

 

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS:

Die ersten Afghanischen Windhunde kamen im frűhen 1900 Jahrhundert nach Groβbritannien und einer mit dem Namen Zardin gewann im Jahr 1907 in sensationeller Weise auf der Crystal Palace Schau in London. Die Rasse ist auch als der Tazi bekannt, welches die Ahnlichkeit zu einer russischen Rasse mit gleichem Namen erhartet. Einer der typischsten Windhunde der Welt, der Afghanische Windhund, der, wie sein Name schon andeutet, von den afghanischen Bergen stammt, ist ein Jager und wird jagen wenn er die Mőglichkeit dafűr bekommt. Heutzutage auch ein glamourőser Ausstellungshund, welcher Kraft und Ehrwűrdigkeit mit einem langen, seidenen Haar und zusatzlich mit einem orientalischen Ausdruck vereinigen muss.

 

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD :

Vermittelt den Eindruck von Starke und Wurde, dabei Schnelligkeit und Kraft in sich vereinigend. Der Kopf wird stolz erhoben getragen.

 

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) :

Der ostliche bzw. orientalische Ausdruck ist fur die Rasse typisch. Der Afghane schaut jemanden an und durch ihn hindurch. Wurdevoll und zuruckhaltend, mit einem gewissen leidenschaftlichen Ungestum.

FCI-St. Nr. 228 – 23. 03. 2011

 

KOPF

OBERKOPF

Schadel: Lang, nicht zu schmal, mit deutlich erkennbarem Hinterhauptbein. Richtig proportioniert und mit einem langen Haarschopf bedeckt.

Stop : Geringfugig.

GESICHTSSCHÄDEL

Nasenschwamm: Vorzugsweise schwarz, leberfarben bei hellen Hunden erlaubt.

Fang: Lang, mit Kiefern, welche die Fahigkeit zum Zupacken aufzeigen.

Kiefer / Zahne: Kraftige Kiefer mit einem perfekten, regelmasigen und vollstandigen Scherengebiβ, d.h. daβ die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum uber die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Zangengebiβ (von einer Ecke zur

anderen) zulassig.

Augen: Bevorzugt dunkel, jedoch ist goldfarben nicht auszuschlieβen. Nahezu dreieckig im Aussehen, dabei vom inneren zum auβeren Augenwinkel geringfugig schrag nach oben verlaufend.

Ohren : Tief und weit hinten am Kopf angesetzt, dicht anliegend getragen. Mit langem seidigem Haar bedeckt.

 

HALS: Lang, stark, wobei der Kopf stolz erhoben getragen wird.

 

KÖRPER

Rucken: Gerade, maβig lang, gut bemuskelt leicht zum

 

Rutenansatz hin abfallend.

Lendenpartie: Gerade, breit und ziemlich kurz.

Kruppe: Huftbeinhocker ziemlich deutlich erkennbar und weit voneinander entfernt.

Brust: Angemessene Rippenwolbung, gute Brusttiefe.

 

RUTE :

Nicht zu kurz. Tief angesetzt und am Ende einfach geringelt. In der Bewegung hoch erhoben. Sparlich befedert.

FCI-St. Nr. 228 – 23. 03. 2011

 

GLIEDMASSEN

VORDERHAND :

Schultern: Lang, schrag, gut zuruckliegend, gut bemuskelt und stark, ohne dabei uberladen zu wirken.

Oberarm : Lang und schrag.

Ellenbogen : Von der Seite betrachtet lotrecht unter dem Widerrist, dicht am Brustkorb anliegend, weder nach innen noch nach auβen gedreht.

Unterarm: Vorderlaufe gerade und mit kraftigen Knochen.

Vordermittelfus: Lang und flexibel.

Vorderpfoten: Vorderpfoten stark und sehr groβ, sowohl in der

Lange als auch in der Breite, mit langem, dichten Haar bedeckt,

Zehen gewőlbt. Ballen gut auf dem Boden stehend.

HINTERHAND :

Allgemeines: Kaftvoll. Groβe Entfernung von der Hufte zu den Sprunggelenken und vergleichsweise geringer Abstand zwischen den Sprunggelenken und den Pfoten.

Knie : Gut gewinkelt und gut geformt.

Hinterpfoten: Lang, jedoch nicht nicht ganz so breit wie

Vorderpfoten; mit langem, dichten Haar bedeckt. Zehen gewőlbt.

Ballen gut auf dem Boden stehend.

 

GANGWERK: Flieβend und federnd in hochklassigem Stil.

 

HAARKLEID

Haar: An den Rippen, an der Vor- und Hinterhand und an den Flanken lang und von sehr feiner Textur. Bei erwachsenen Hunden von den Schultern an ruckwarts und entlang des Sattels kurz und dicht. Von der Stirn an nach hinten lang, mit einem markanten, seidigen Haarschopf (≪ top-knot ≫). Haar an dem Vorgesicht kurz.

Ohren und Laufe gut behaart. Die Vordermittelfuse durfen kahl sein.

FCI-St. Nr. 228 – 23. 03. 2011

 

Das Haarkleid muβ sich naturlich entwickeln. Jeder Hinweis auf Schneiden oder Scheren ist zu bestrafen.

Farbe : Alle Farben sind zulassig.

 

GRÖSSE :

Idealgroβe fur Ruden : 68 bis 74 cm,

fur Hundinnen : 63 bis 69 cm.

 

FEHLER :

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhaltnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist.

 

DISQUALIFIZIERENDE FEHLER:

Aggressive oder űbermaβig angstliche Hunde

Hunde, die deutlich physische Abnormalitaten oder Verhaltensstőrungen aufweisen, műssen disqualifiziert

werden.

 

N.B. : Ruden mussen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden

aufweisen, die sich vollstandig im Hodensack befinden.

 

 

Die letzten Änderungen sind in Fettschrift.

 

 

und als PDF hier

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